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Fluggäste, die wegen des heftigen Wintereinbruchs Verspätungen und Flugausfälle hinnehmen müssen, sollten sich nicht abspeisen lassen, denn die Auswirkungen des Winters an den Flughäfen sind keine höhere Gewalt. Airlines müssen also zahlen!

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, müssen die Passagiere, die von den Hunderten von Verspätungen und Flugausfällen wegen des plötzlichen Wintereinbruchs betroffen sind, ihr Schicksal nicht einfach so hinnehmen. Den Auskünften eines Rechtsanwalts zufolge müssen die Fluggesellschaften erst einmal den Beweis erbringen, dass sie aufgrund von höherer Gewalt von Entschädigungszahlungen nach dem neuen EU-Recht befreit sind. Das würde z.B. bei einem heftigen Schneesturm gelten, gegen dessen Auswirkungen sich nicht ausrichten lässt.

 

Bei „normalen“ Schneefällen, Kälte und Eis muss jedoch die Frage geklärt werden, ob Flughafen und Airlines adäquat reagiert hatten: Durch die Bereitstellung von Ersatzmaschinen etwa, oder durch zügige Enteisung der Maschinen sowie Räumung der Start- und Landebahnen.

 

Wurde dies versäumt, müssen die Verantwortlichen in die Kasse greifen, denn nach neuem EU-Recht hat der Passagier im Falle von Verspätungen Anrecht auf 250 Euro bei Flügen unter 1.500 Kilometern, 400 Euro bei Flügen von 1.500 bis 3.500 Kilometern und bei Fernflügen ab 3.500 Kilometern auf 600 Euro. Und das unabhängig vom Flugpreis, sofern die Wartezeit mindestens 3 Stunden beträgt oder annulliert wird.

 

Doch auch im Falle höherer Gewalt hat der Passagier Anspruch auf Betreuungsleisten durch die Airlines und müssen ab zwei Stunden Verspätung mit Essen und Trinken versorgt werden. Kann man erst am nächsten Tag fliegen, hat man Anrecht auf ein kostenloses Hotel, und ab einer Verspätung von 5 Stunden kann man vom Flug zurücktreten – bei kompletter Erstattung des Flugpreises.

 

Quelle: tourexpi

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Tag(s) : #Urlaub

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